Ihr Erfolg
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Eine Geschichte für Menschen im Wandel
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Sie liebte Englisch und Französisch und fand schließlich einen Job als Sekretärin in einem namhaften Industrieunternehmen. Sie interessierte sich zu Beginn weniger für dieses Produkt – sehr industriell, sehr technisch. Es war ihr fremd. Das änderte sich rasch. Sie fühlte sich in ihrem neuen Metier immer wohler und entwickelte eine Leidenschaft für ihre internationalen Kunden, das interessante Geschäft, das Produkt und engagierte sich in diesem Umfeld immer mehr – mit Freude und Leidenschaft. So kam es, dass sie nach und nach immer mehr Verantwortung übertragen bekam. Sie bekam Rückenwind ihrer damaligen Führungskräfte. Sie wurde nach einigen Jahren die Leiterin des Customer Service. Nachdem sie schon richtig gut darin wurde und ihren Chef, den damaligen Vertriebsleiter, inhaltlich und mit mehr Führungsaufgaben tatkräftig unterstützte, schlug das damalige Management Team des Unternehmens ihr vor, dass sie nach ihm die internationale Vertriebsleitung dieses Unternehmens mit € 100 Mio. Umsatz wurde. Sie war geschockt. Sie sagte sich: „Ich Vertriebsleiterin? So viel Verantwortung übernehmen? Konnte und wollte ich so viel Druck aushalten? Nicht mehr so beliebt bei den Kollegen zu sein, weil ich zu ihrer Vorgesetzten wurde? Würden mich unsere Kunden als Frau in einer Männerdomäne ernst nehmen? Entspreche ich dem Bild eines Sales Directors?“ Ihre Antworten waren: „Nein, vermutlich nicht.“ Sie fühlte sich zu klein und dieser großen Verantwortung nicht gewachsen. Sie sagte ab. Sie war ja außerdem zufrieden mit ihrem Leben und fühlte sich damit wohl.Das damalige Management Team dachte, sie hätte das Potential, die Firma weiterzuentwickeln, aber sie selbst war mental noch nicht so weit. Sie ließen ihr Zeit – viel Zeit. Nach 6 Monaten, in denen sie auf sie warteten, war sie sehr ambivalent. Von ja zu nein. Von nein zu ja. So gingen ihre Gedanken hin und her – von Zweifel zu Chance und allem, was dazwischen lag.
Und wie würde sich dieser anstrengende und zeitintensive Job mit ihrer Tochter vereinbaren lassen? Sie war zwar inzwischen zur Teenagerin herangewachsen, aber das hieß nicht, dass sie sie nicht brauchte. Wie ließe sich das alles unter einen Hut bringen und gut werden?
Nach langem Hin und Her fasste sie all ihren Mut zusammen und beschloss, sich den Aufstieg ins Leadership zuzutrauen und nahm die Herausforderung an. Diese innere Stimme war am Ende stärker als die anderen: „Was konnte ich verlieren, als eine wertvolle Erfahrung zu sammeln?“ Der Sprung ins eisige Wasser folgte also – plopp. Einige ihrer männlichen Kollegen forderten sie zu Beginn sehr und waren skeptisch. Die ersten beiden Jahre waren hart. Sie hatte schlaflose Nächte und setzte sich unter Druck. Als wäre der Druck in diesem Job per se nicht schon groß genug. Er entstand in erster Linie an ihrem inneren Dialog, mit dem sie sich selbst manchmal im Weg stand. Ihr damaliges Selbstbild passte noch nicht mit dem einer Verkaufsdirektorin nach ihren Vorstellungen zusammen. Doch mit der Zeit fühlte sie sich immer wohler in ihrer Rolle. Sie wuchs hinein, und sie realisierte mit der Zeit immer mehr, jawohl – ich kann es. Sie hatte ja die nötigen Kompetenzen – sowohl fachlich als auch in der Führung ihres internationalen Vertriebsteams. Ihr eigenes Bild von ihr selbst wurde schließlich besser. Sie erlaubte es sich, sie selbst zu sein. Sie realisierte, dass sie sich ja gar nicht mit anderen Personen und Vorbildern vergleichen konnte, die sie in dieser Rolle ursprünglich im Kopf hatte. Sie brauchte nur sie selbst sein und ihr Bestes geben. Sie wuchs also in ihre Führungsrolle und lernte mit vielen schwierigen Situationen und vielen darin entstandenen Erfahrungen umzugehen. Sie wurde sicherer. Sie lernte auch zu verstehen, dass jene früheren Vorbilder, die sie im Kopf hatte, auch nur Menschen waren mit all ihren Fehlern und Schwächen. Sie fühlte sich gleich viel wert, nach und nach mindestens gleich viel wert. Denn sie wusste, was sie für die Firma leistete. Nach 30 Jahren war sie rückblickend so froh, dass sie sich damals dazu entschieden hatte. Sie wäre nicht die gleiche Frau. Sie hätte ein anderes Leben geführt. Sie hätte nicht die gleichen Erfahrungen gesammelt. So viele Erlebnisse, die sie sich nicht in ihren kühnsten Träumen vorstellen hätte können. So viele Reisen in die ganze Welt, in denen sie großartige Kunden kennen lernte. Viele harte und wichtige Verhandlungen, in denen es manchmal um die Wurst für das Unternehmen ging. Volle Auslastung zum höchstmöglichen Preis erzielen – Margen maximieren – in einem dicht besiedelten Markt – Arbeitsplätze sichern. Ihre Aufgabe war es, die Torfrau zu sein, welche Aufträge für das Wohl des Unternehmens reindurften und welche sie abwehren musste. Dabei machte sie sich in ihrem Team nicht immer beliebt, weil sie es mit vielen Diskussionen konfrontieren musste, um das höher gelegene Ziel zu erreichen. Sie kämpfte wie eine Löwin für den Unternehmenserfolg. Sie gab dafür alles, was in ihr steckte. Sie war schließlich eine der wichtigsten Säulen, nämlich das Business selbst. Sie konnte sich in all diesen Jahren immer in den Spiegel schauen, dass sie ihre ganze Kraft dafür einsetzte und ihr Bestes gab. Gewissenhaft – und nicht als egozentrische Selbstvermarktung. Sie hatte das Gefühl, dass sie ihr Team in guten und schlechten Zeiten gut führen konnte, denn sie wusste, was ihre Rolle in der Leadership Aufgabe war. Teamführung wurde zu ihrer Routine und ging in ihre DNA über.
Ihre Tochter wuchs mit ihr, ihren Werten und ihrem Mindset weiter auf und beobachtete, was ihre Mutter ihr vorlebte. Das passiert gar nicht bewusst. Ihre Tochter wurde schließlich zur allerbesten Ausgabe ihrer selbst. Sie war unglaublich stolz auf sie und konnte gar nicht glauben, welcher besondere Mensch aus ihr entstand. Es übertraf ihre Vorstellungen bei weitem. Ihre Tochter ist ein Mensch mit viel Herz und einem scharfen Verstand. Sie war noch um vieles besser als sie – noch selbstbewusster, dynamischer, engagierter, mutig, offen, sehr vielseitig – und worauf sie beide großen Wert legen – völlig unabhängig und mit beiden Beinen im Leben stehend. Was für ein unbeschreibliches Glück sie mit ihr hat. Sie weiß, dass das nicht selbstverständlich ist, auch wenn man als Elternteil sein Bestes versucht. Sie ist zutiefst dankbar für dieses Geschenk, das ihr ihre Tochter gibt.
Allmählich kam die Zeit, wo sie die Arbeit nicht mehr so erfüllte. Die Umstände hatten sich geändert. Sie selbst war auch gereift und konnte keine neue Herausforderung mehr sehen und fühlen. Auch gab es keinen Rückenwind mehr. Persönlicher Stillstand. Es rief nach Veränderung. Was sollte sie mit mittlerweile 50+ jetzt angehen? Was konnte sie gut? Wofür brannte sie? Wem könnte sie einen Mehrwert bieten? Nach 30 Jahren ging sie schließlich einen neuen Weg. Alles hat seine Zeit. Sie wusste nach einem intensiven Coaching während ihrer Life & Business Coach Ausbildung mit geführten Selbstreflexionen, wer sie nun sein wolle, wie sie in Zukunft leben wolle, wie ihr Leben in 5 Jahren aussehen sollte. Sie sprang ins neue Leben, das sich richtig für sie anfühlte. Die Zeit für Reflexionen war dabei sehr hilfreich. Am Ende hat ihr Vertrauen auf ihren Weg in der Phase des starken Wandels gegenüber der Zweiflerin gesiegt. Sie war so dankbar, dass sie sich damit auseinandersetzte. Es fühlte sich nun stimmig für die neue Lebensphase an. Und das ist genau, was das Leben so erfüllend macht. Nicht nur Erfolg im Sinne von höchstmöglichem Einkommen. Das mag eine angenehme Begleiterscheinung sein.
Neue Ausbildungen erweiterten ihren Horizont und eröffneten neue Perspektiven. Sie wollte ihre Erfahrungen weitergeben und beschloss, eine Karriere als Unternehmensberaterin und Business Coach zu verfolgen. Eine Aufgabe, in der sie ihre jahrzehntelange Erfahrung im Leadership anwenden und weitergeben konnte und gleichzeitig ihrem inneren Antrieb nachgehen konnte – anderen Menschen zu helfen, denen es in ihren beruflichen Herausforderungen und Lebensentscheidungen ähnlich geht. Sie wollte ab nun anderen Führungskräften helfen, mit Herausforderungen gut umgehen zu lernen und zu wachsen. Und am Ende des Tages, ihre Lebensqualität und Führungsqualitäten zu verbessern. Das ist ihre neue Mission.
Diese Frau bin ich. Mein Name ist Gabi Zeilerbauer.
Hätte ich schon als junger Mensch gewusst, dass ich mir mehr vertrauen darf, wäre es einfacher für mich gewesen. Wenn ich anderen etwas mit auf ihren Weg mitgeben will, ist, dass es sich lohnt, sich aus der Komfortzone herauszuwagen und auf sich und sein eigenes System zu vertrauen. Es kann nichts Schlimmes passieren. Der schlimmste Fall ist, neue Erfahrungen zu sammeln und sich weiterzuentwickeln. Wäre das wirklich schlimm? 😊 Nein, das Gegenteil ist der Fall. Jeder Schritt führt uns zum nächsten.
Was sagt uns das noch?
• Veränderungen zulassen. Sie haben einen Grund, der nicht immer gleich sichtbar ist. Wenn man jung ist, bietet das Leben unbegrenzte Möglichkeiten. Verschwende dein Leben nicht. Niemand ist es mehr wert als du, dein Leben nach deinen eigenen Vorstellungen zu leben und es für dich erfolgreich zu machen. Wenn man schon zum älteren Semester zählt wie ich, ist dies auch noch möglich.
• Die Komfortzone verlassen zahlt sich um ein Vielfaches für das zukünftige Leben aus.
• Nicht Perfektion zählt, sondern Wachstum und Fortschritt. Wer ist schon perfekt und kann es je werden?
• Fokussiere dich auf die für dich wichtigen Dinge im Leben, die sich für dich und dein inneres System richtig anfühlen.
• Fokus ist die Währung für den persönlichen Erfolg.
Setze dich damit bewusst auseinander, wer du sein willst, wie du leben willst – und dann gehe deinen Weg. Schritt für Schritt. Vertraue auf deinen Weg. Du weißt mehr als du denkst.
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